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Dezember 2018

Die neuen „L-Lizenzen“ nach der Verordnung (EU) 2018/1142 der Kommission vom 14. August 2018 

Nach der Verordnung (EU) 2018/1142 der Kommission vom 14. August 2018 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 1321/2014 in Bezug auf die Einführung bestimmter Kategorien von Lizenzen für die Luftfahrzeuginstandhaltung, die Änderung des Verfahrens für die Abnahme von Komponenten externer Lieferanten und die Änderung der Rechte von Ausbildungsbetrieben für Instandhaltungspersonal, wird die neue „L-Lizenz“ geschaffen. 

Mit der „L-Lizenz“ für leichte Luftfahrzeuge werden die von der LSCO vermittelten Fähigkeiten und Kenntnisse künftig noch mehr an Bedeutung gewinnen. Bisher können gewöhnliche Tätigkeiten durch Warte für Motor und Zelle sowie Werkstattleiter nur mit der Einstufung als „Pilot-Eigentümer“ freigegeben werden. Dies führt dazu, dass Prüfer Klasse 3 zur Freigabe für diese Tätigkeiten herangezogen werden müssen. Mit der neunen L-Lizenz besteht nun die Hoffnung, diese Situation zu entspannen. 

Die Lizenz der Kategorie L unterteilt sich in verschiedene Unterkategorien, wobei die Unterkategorie L2 eine der am weitesten reichenden ist. Sie gilt sowohl für Segelflugzeuge, Motorsegler und ELA 1-Flugzeuge (European Light Aircraft in der Klasse 1 sind alle Flugzeuge bis 1200 Kg MTOM, die als nicht komplex eingestuft sind, sowie Segelflugzeuge und Motorsegler bis 1200 kg MTOM).

Für den Lizenzerwerb gelten dabei unter anderem folgende Voraussetzungen:

Der Nachweis des Wissensstandes der Fachmodule für jeweilige Unterkategorie in einer Prüfungdurch einen genehmigten Ausbildungsbetrieb oder die zuständige Behörde (LBA).

Ein bis zwei Jahre praktische Erfahrungin der Instandhaltung eingesetzter Luftfahrzeuge. Bei einer nur einjährigen praktischen Erfahrung gelten Einschränkungen in Bezug auf komplexe Instandhaltungen, Standardänderungen und Standardreparaturen.

Bei Lizenzinhabern der Kategorien B1.2 oder B3 gem. der Punkt 66.A.3 der Verordnung (EU) Nr. 1321/2014 der Kommission werden die Grundkenntnisse für alle Unterkategorien der L-Lizenz vom Verordnungsgeber und die praktische Erfahrung als gegeben angenommen, so dass die L-Lizenzen aller Unterkategorien praktisch in den EU-Lizenzen der Kategorien B1.2 oder B3 enthalten sind. 

Inhaber von nationalen Prüfer Klasse 3 - Lizenzengem. § 108 Abs. 1 der deutschen Verordnung über Luftfahrtpersonal (LuftPersV) können entsprechend der bestehenden Berechtigungen umgewandelt werden. Allenfalls bestehen nur wenige Einschränkungen, z.B. für Elektroantriebe oder Strahltriebwerke, welche durch eine zusätzliche Nachprüfung beim LBA aufgehoben werden können. Anträge auf Umwandlung und Erteilung der L-Lizenz und Prüfungen zur Aufhebung von Einschränkungen sind nach einem vom LBA festzulegenden Zeitplan ab dem 05. März 2019 möglich.

Generell gilt bei den neuen L-Lizenzen, dass Einschränkungen innerhalb der jeweiligen Berechtigung in die Lizenz eingetragen werden. D.h. in Bezug auf die von der jeweiligen Berechtigung nicht umfassten Tätigkeiten enthält die L-Lizenz eine Negativliste. Im Gegensatz dazu stehen die bisherigen Lizenzformen, die hinsichtlich der von der Lizenz umfassten Tätigkeiten eine Positivliste enthalten und somit nur zur Ausführung der in der jeweiligen Lizenz aufgeführten Tätigkeiten berechtigen. 

Die nächsten Monate werden zeigen, wie die neuen Regelungen in der Verwaltungspraxis von den zuständigen Behörden umgesetzt werden. Nach dem aktuellen Stand müssen die nationalen Behörden die Voraussetzungen schaffen, um ab dem 01.10.2019 die L-Lizenzen als neue oder umgewandelte Lizenzen zu erteilen. Ab dem 01.10.2020 muss freigabeberechtigtes Personal zwingend nach europäischen Regelungen qualifiziert sein.

Für diejenigen, die bisher keine Prüferlizenz besitzen und die auch nicht die Pilot-Eigentümer-Eigenschaft erfüllen, bietet die neue L-Lizenz unter anderem die Möglichkeit, die Berechtigung zur Ausstellung von Freigabebescheinigungen nach Instandhaltungsarbeiten, Arbeiten an Funkanlagen, Avioniksystemen, Notrufsendern oder Transpondersystemen zu erlangen.

Die Lehrgänge und sonstigen Veranstaltungen der LSCO leisten mit ihren Themenschwerpunkten einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung auf die Prüfungen zur Erlangung der neuen L-Lizenzen.

Verabschiedung von Horst Kubitz 

Horst Kubitz wurde auf der LSCO-Prüfertagung am 24.11.2018 mit 84 Jahren in den wohlverdienten Prüferruhestand verabschiedet. Die Mitarbeiter und Prüfer der LSCO danken Horst Kubitz an dieser Stelle herzlich für sein Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Mit seinen zahlreichen Qualifikationen und seinem auf viele Jahre zurückgehenden Erfahrungsschatz, insbesondere als Prüfer von Luftfahrtgerät seit 1972, gehörte Horst Kubitz zu den angesehensten und erfahrensten Prüfern der LSCO.

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September 2018

Verordnung (EU) 2018/1139 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. Juli 2018, die neue Europäische Luftfahrt-Grundverordnung

In der neuen Nummerierung der Verordnungen steht das Jahr der Bekanntmachung an erster Stelle, gefolgt von der laufenden Nummer der Verordnung. Den eigentlichen Festlegungen dieser Verordnung und Änderungen bisheriger Verordnungen vorangestellt, beinhaltet die Verordnung 04. Juli 2018 eine Auflistung der Gründe, in deren Erwägung die Verordnung erlassen wurde. Zweifellos bietet diese Begrünung eine nützliche Übersicht und Erklärung der nachfolgenden Regelungen. Nach allgemeinen Beweggründen, insbesondere der Flugsicherheit in der Zivilluftfahrt, wird unter Anderem ausgeführt, dass es nicht sinnvoll wäre, gemeinsame Vorschriften für sämtliche Luftfahrzeuge festzulegen; vor allem Luftfahrzeuge einfacher Bauart oder besonders seltene oder nur in geringer Anzahl vorhandene Luftfahrzeuge. Die Verordnung soll ferner eine Reihe neuer Instrumente vorsehen, die besonders die Sport- und Freizeitfliegerei durch einfache und verhältnismäßige Vorschriften unterstützen. So sollen die Mitgliedstaaten künftig nicht nur besagte Luftfahrzeuge einfacher Bauart von den Regelungen der Verordnung ausnehmen können, sondern auch Flugplätze mit geringem Luftverkehrsaufkommen.

Nach der Verordnung kann ein Mitgliedstaat hiernach beschließen, Flugzeuge, Segelflugzeuge und Motorsegler mit höchstens zwei Sitzen und einer höchstzulässigen Startmasse von (MOTOM) von nicht mehr als 600kg (bzw. 650kg bei Wasserflugzeugen) von der Verordnung auszunehmen. Ob und inwieweit die Mitgliedstaaten hiervon tatsächlich Gebrauch machen und welche Regelungen in einem solchen Falle zur Anwendung kommen, ist damit noch nicht geregelt. Als sogenannte „Kann-Vorschrift“ müssen die Mitgliedstaaten auch nicht von dieser Regelung Gebrauch machen und können die Luftfahrt-Grundverordnung weiterhin anwenden.

Eine weitere Änderung betrifft die bisher unter der Bezeichnung „Annex-II-Flugzeuge“ von der Verordnung ausgenommenen Luftfahrzeuge. Die Definition dieser Luftfahrzeuge hat sich nicht geändert. Diese ist nun aber im Anhang I enthalten. Die bisherigen „Annex-II-Flugzeuge“ sind nunmehr „Annex-I-Flugzeuge“. 

Im Anhang II finden sich jetzt die grundlegenden Anforderungen an die Lufttüchtigkeit. 

Mit dem Inkrafttreten der neuen Europäischen Luftfahrt-Grundverordnung am 11. September 2018 müssen auch einige deutsche Gesetze und Verordnungen aktualisiert werden, allem voran natürlich die Bezüge auf die Anhänge der Verordnung. Zur Erleichterung bei der Anwendung der neuen Verordnung enthält die neue Luftfahrt-Grundverordnung im Anhang X eine Artikel-Synopse, in der die alten Artikelbezeichnungen den neuen Artikelbezeichnungen gegenübergestellt sind.

Dimona H36 Service Bulletin (Technische Mitteilung) Nr. 22

Aus gegebenen Anlass sollten Halter einer Dimona H36 auf die Einhaltung einer Technischen Mitteilung Nr. 22 vom 04.08.1988 achten. Es geht um die Sicherung des Höhenleitwerks.

Werkseitig war das Höhenleitwerk vor der technischen Mitteilung mit einem einfachen Spannstift versehen, der lediglich die Aufgabe hatte, ein Verdrehen des Sicherungsbolzens zu verhindern, mit dem das Höhenleitwerk über dem Seitenleitwerk fixiert wird. Eine Sicherung dagegen, dass der von einer Feder gehaltene Bolzen aus der Buchse in der Höhenflosse herausrutscht, war dadurch nicht gewährleistet.

Zur Behebung dieses Problems gab der Hersteller im Jahre 1988 die Technische Mitteilung Nr. 22 heraus. Diese gibt vor, den Sicherungsbolzen zu durchbohren und durch einen Splint zu sichern. Erst hierdurch wurde der Bolzen gehalten.

Im Verlaufe der Jahre kann es jedoch zu einem Verschleiß kommen, in dessen Folge das Loch für die Führung des Splintes zu einem senkrechten Schlitz aufgerieben wird (Abbildung). Die Sicherungsfunktion ist bei diesem Verschleiß nicht mehr gegeben, weil der Bolzen nicht mehr

 

 gehalten wird und nach unten rutschen kann. In einem aktuellen Fall hat dies zu einem Abfallen des Höhenleitwerks beim Rollen geführt. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand.

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Juni 2018

Datenschutz

Wie alle Firmen und Vereine hat auch die LSCO GmbH die seit Mai geltenden Regelungen zum Datenschutz umgesetzt. Alle Kunden der LSCO GmbH werden daher gebeten, eine Einwilligung nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu erklären, um auch künftig einen reibungslosen Ablauf der Prüfaufträge zu gewährleisten. Das Formular hierfür steht im Download-Bereich auf der Internetseite der LSCO GmbH zur Verfügung. Auch beim Einloggen im Kundenbereich besteht die Möglichkeit, die nach der DSGVO erforderliche Einwilligung abzugeben. 

Komplexe Instandhaltungsmaßnahmen an Ausbildungsluftfahrzeugen

Im Geltungsbereich der Ausbildungsorganisation des DAeC Luftfahrtverband Berlin (ATO LVBL) sind Instandhaltungsmaßnahmengemäß Ziff. I-5-1/4 ATO LVBL, die nach der Anlage VII einzustufen sind (komplexe Instandhaltungsmaßnahmen) einem Instandhaltungsbetrieb zu übertragen und werden in dessen Verantwortung ausgeführt und freigeben. Grundsätzlich steht die LSCO GmbH als Instandhaltungsbetrieb hierfür zur Verfügung. Aufgrund der Schließung von Instandhaltungsbetrieben im Einzugsgebiet der LSCO GmbH ist die Zahl von Anfragen zur Durchführung von Instandhaltungen bei der LSCO GmbH gestiegen. Das Team der LSCO GmbH bittet daher um frühzeitige Ankündigung und Terminvereinbarung, damit die Ausbildungsluftfahrzeuge den Vereinen planmäßig zur Verfügung stehen. 

Neue Email-Adressen

Seit April ist die LSCO GmbH unter folgenden neuen Email-Adressen für ihre Kunden erreichbar:

serviceatlsco [dot] aero (für Aufträge und Verfahren)

Diese Emailadresse gilt für die Übersendung von Prüfaufträgen und Prüfunterlagen sowie sonstige Aufträge oder Anforderungen von Angeboten z.B. für Wartungskontrollen, Instandhaltungen, Freigaben, Verkehrszulassungen oder sonstige Verfahren.

supportatlsco [dot] aero (für allgemeine Anfragen) Kunden können diese Emailadresse für allgemeine Anfragen nutzen, die nicht im Zusammenhang mit Aufträgen oder Prüfverfahren stehen.

billatlsco [dot] aero (für Rechnungen)

Von dieser Emailadresse versendet die LSCO GmbH alle Rechnungen. Auch für Fragen zu Rechnungen kann diese Emailadresse genutzt werden.

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